2019 unterwegs in Belgien – Ein Jahresrückblick

Das Jahr 2019 verabschiedet sich nun so langsam und ein neues Jahrzehnt beginnt. Das wollte ich nutzen, um euch einen Jahresrückblick von meinen Reisen in und durch Belgien zu geben. Denn ich habe bei Weitem nicht alles auf meinem Blog dokumentiert, was ich in diesem Jahr unternommen habe.
Außerdem wollt ich euch schonmal einen kleinen Vorgeschmack geben, was euch im kommenden Jahr alles auf Waffelreisen so erwarten kann.

Viele Museen besucht

Wenn ich so durch meine Fotos von 2019 stöbere, fällt mir auf, dass ich dieses Jahr viel in Museen unterwegs war. Meistens mit der ganzen Familie. Ein Museum, welches schon seit langem auf unserer Liste stand, wurde bis Dezember 2018 gründlich renoviert. Daher freuten wir uns um so mehr, als wir es im März diesen Jahres endlich besuchen konnten. Es handelt sich um das AfricaMuseum in Tervuren bei Brüssel.

Das frisch umgebaute AfricaMuseum in Tervuren
Allein das Gebäude und sein Park sind sehr beeindrucken. Haben aber einen eher Traurigen Hintergrund.

Das Museumsgebäude und sein Inhalt besprechen ein eher trauriges Kapitel der belgischen Geschichte, nämlich dem der Kolonialherrschaft über dem Kongo. Vor dem Umbau in ein modernes Museum über die Kolonialzeit wurden hier noch viele Dinge aus der Sicht von vor 120 Jahren zur Schau gestellt. In einem eigenen Beitrag zu diesem Gebäude und seiner Geschichte möchte ich euch im kommenden Jahr alle Details berichten.

Von den Dinos bis zum Brexit – unterwegs in Brüssel

Unsere Kinder lieben Dinosaurier! Deshalb waren wir dieses Jahr auch mehrmals in Brüssel im „Dinomuseum“. Neben zahlreichen Skeletten, Fossilien und anderen Fundstücken aus der Urzeit, gibt es dort aber auch eine interessante Ausstellung von heute noch zu findenden Lebewesen. Schließlich heißt es offiziell auch Museum für Naturwissenschaften.

Dinosaurier findet man zuhauf im Naturwissenschaftlichen Museum von Brüssel.
Dinosaurier findet man zuhauf im Naturwissenschaftlichen Museum von Brüssel.

Ganz in der Nähe des Naturwissenschaftlichen Museums in Brüssel befindet sich das Haus der Europäischen Geschichte. Hier erfährt man alles rund um Europa und die Entstehung der Europäischen Union. Auch der Brexit, als Hochaktuelles Thema gehört schon dazu.
Für die Kinder gibt es dort eine Art Schnitzeljagd, bei der sie spielerisch die Geschichte unseres Kontinents entdecken konnten.

Für meinen ausführlichen Beitrag über Manneken Pis besuchte ich sowohl das Museum der Stadt Brüssel an der Grand Place, als auch den „Kleiderschrank“ des kleinen Kerlchens, ein paar Schritte weiter als der Brunnen. Bei meinem Besuch hatte ich die Möglichkeit mit Sophie Wéry, der Schneiderin von Manneken Pis zu sprechen. Sie hatte interessante Geschichten zu dem ein oder anderen Kostüm zu berichten.

Für weitere Recherchezwecke besuchte ich das BELvue Museum in Brüssel. Hier dreht sich alles um die Geschichte Belgiens. Dort fand ich auch hilfreiche Informationen zu meinem Artikel über die Belgische Monarchie.

„Kriegsmuseen“

Dieses Jahr war ich auch in zwei Museen, die sich rund um das Thema Erster bzw. Zweiter Weltkrieg drehen. Das Freilichtmuseum Raversijde an der belgischen Küste beschäftigt sich mit dem Atlantikwall. Dort bekam man einen sehr guten Eindruck wie Soldaten während des Zweiten Weltkrieges an der Front kämpfen mussten.
Ein anderes, bedrückendes Museum besuchte ich in der westflämischen Stadt Ipern. Denn das „In Flanders Field Museum“ thematisiert die Geschehnisse in und um Ipern vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg.

In Flanders Field Museum in Ipern
Im „in Flanders Fields Museum“ erfährt man alles über den Ablauf des Ersten Weltkrieges

Museen vor der Tür

2019 haben wir auch beim Tag des Offenen Denkmals das Museum in unserem Heimatort besucht. Das Museum Vieille Montagne zeigt neben der Geschichte von Kelmis, die eng mit dem Zinkabbbau verbunden ist, auch eine ausführliche Ausstellung zu Neutral Moresnet – einer Art ehemaliger Ministaat. Es gab dort eine auf Kinder zugeschnittene Führung und ein kleines Spiel, bei dem die Kinder mehr über die Geschichte von Kelmis und Neutral-Moresnet erfuhren.

Museum Vieille Montagen in Kelmis
Das 2018 neu eröffnete Museum Vieille Montagne in Kelmis

Das Aquarium in Lüttich besuchten wir sogar mehrmals. Nicht nur die Fische und Meeresbewohner in den Aquarien, auch die vielen ausgestellten Tiere in der Naturhistorischen Institut über dem eigentlichen Aquarium geben den Kindern die Möglichkeit sich (ausgestopfte) Tiere mal ganz von der Nähe an zu schauen.

Mit dem Fahrrad unterwegs

2019 bin ich auch viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. So bin ich zum Beispiel mit meinem Sohn, aber auch alleine, die Vennbahnradstrecke zwischen Raeren und St-Vith nachgefahren. Über die Vennbahnstrecke hatte ich euch in einem Blogbeitrag drüber berichtet.
Es hat meinem Sohn so gut gefallen, dass wir die Strecke auf jeden Fall noch zu Ende fahren werden. Darüber werde ich bestimmt dann auch berichten.

Mit der ganzen Familie (teilweise mit, teilweise ohne Fahrrad) waren wir auch in der Provinz Limburg unterwegs. Dort gibt es zwei ganz besondere Radwege. Der eine führt durchs Wasser – ohne nass zu werden- der andere durch die Baumkronen eines Waldes – ohne fliegen zu müssen! Auch darüber möchte ich euch im kommenden Jahr mehr berichten.

Der Fahrradweg wird einfach mal in die Baumwipfel eines Waldes verlegt.
Der Fahrradweg wird einfach mal in die Baumwipfel eines Waldes verlegt.

Wandern und Pilgern 2019

Natürlich war ich auch 2019 viel zu Fuß unterwegs. Im Januar zog es mich direkt mal an einem verschneiten Samstag in meine Lieblingswanderregion, dem Hohen Venn. Dort machte ich mich auf den Weg zu den toten Bäumen von Noir Flohay. Diese Wanderung wiederholte ich mehrmals, da sie zu jeder Jahreszeit einen eigenen Charme hat und ihr in dem dazugehörigen Blogbeitrag über das Hohe Venn lesen könnt.

Dann hab ich im Frühjahr diesen Jahres ein anderes Projekt begonnen, das Pilgern. Von Aachen bis Namur schlängelt sich der Jakobsweg auch durch die belgischen Ardennen. Das Teilstück zwischen Aachen und Tilff (kurz hinter Lüttich) bin ich nun schon gewandert. Sobald die ganze Strecke geschafft ist, wollte ich auch darüber auf meinem Blog berichten.

Auf dem Weg von Aachen nach Clermont pilgert man durch das sattgrüne Tal der Berwinne.
Auf dem Weg von Aachen nach Clermont pilgert man durch das sattgrüne Tal der Berwinne.

Viele neue (und schon bekannte) Städte kennengelernt

2019 habe ich zwar nur wenige neue Orte in Belgien besucht, aber dafür Orte, die ich schon lange auf meiner „Wunschliste“ stehen hatte.

Die unbekannten an der Maas

Dinant war dabei die Stadt, auf die ich am gespanntesten war. Auch wenn wir es nicht bis auf den Zitadellenfelsen geschafft haben, war es trotzdem ein gelungener Besuch in dem schönen Städtchen an der Maas. Später habe ich in einem Blogbeitrag auch darüber berichtet.
Dieser Beitrag ist eigentlich nur durch Zufall entstanden. Denn auf meinem Weg nach Namur, machte der Zug auf dem Rückweg halt in Huy und konnte wegen technischen Problemen nicht weiterfahren. Dadurch hatte ich fast zwei Stunden Aufenthalt in Huy. Da sich in Huy auch eine der drei Festungen an der Maas befindet, nutzte ich die Gelegenheit die Stadt und seine Festung zu erkunden. So hatte ich in kurzer Zeit alle drei noch übriggebliebenen Zitadellen an der Maas gesehen und so entstand mein Blogbeitrag über die Festungen entlang der Maas.

Ein Tag quer mit dem Zug durch Belgien

Jedes Jahr an einem Wochenende im September gibt es bei der SNCB / NMBS das Mobility-Ticket. Mit diesem Ticket kann man für 6 Euro den ganzen Tag kreuz und quer durch ganz Belgien mit dem Zug fahren. Für mich natürlich eine Gelegenheit für wenig Geld viele Städte zu sehen. Da ich für meinen Beitrag über die belgischen Belfriede noch einige Belfriede besuchen und besichtigen wollte, nutze ich diesen Tag um so viele Belfriede wie möglich noch zu sehen. Ich suchte mir also jene Türme, die am weitesten von zuhause entfernt waren. Es ging somit ins weit entfernte Westflandern. So besuchte ich neben den Belfrieden von Comines, Menen und Ipern auch noch Brüssel in den frühen Morgenstunden und den letzten Beginenhof auf meiner Liste in Gent. In Komen ist es mir sogar noch gelungen ein Abstecher zu fuß ins gleichnamige Comines in Frankreich zu machen.

Morgens um kurz vor sieben stehen noch keinen Menschenmassen vor dem Brunnen von Manneken Pis.
Morgens um kurz vor sieben stehen noch keinen Menschenmassen vor dem Brunnen von Manneken Pis.

Neue Challenge für 2020

Für das kommende Jahr habe ich mir vorgenommen mal alle UNESCO-Welterbestätten zu besuchen, die es in Belgien gibt. Einige davon, wie unter anderem die Grand Place in Brüssel, die Altstadt von Brügge oder die wallonischen Schiffshebewerke kenne ich schon. Es gibt es aber noch eine Menge die ich noch nicht (ganz) kenne. Hierzu gehören zum Beispiel noch drei der 55 Belfriede, die bedeutenden Bergbaustätten der Wallonie oder der Zonienwoud südliche von Brüssel als einziges Naturerbe Belgiens.

Natürlich werde ich euch weiterhin auf meinem Blog, waffelreisen.be darüber berichten. Es würde mich freuen, wenn ich euch für eure Reisen und Ausflüge in, durch oder nach Belgien inspirieren kann.

Was habt ihr 2019 in Belgien erlebt, oder habt ihr Pläne für eine Reise in das Land der Waffeln in 2020? Schreibt mir doch einfach mal einen Kommentar dazu!

Frohes Neues Jahr 2020!

Andy Raxhon


Andy

2 Gedanken zu „2019 unterwegs in Belgien – Ein Jahresrückblick

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